Thomas Zimmermann studierte nach einer Berufslehre bei der ABB am Konservatorium und Musikhochschule Zürich, der heutigen Zürcher Hochschule der Künste, und schloss mit dem Lehr- und Orchesterdiplom, in Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Zürich ab. Es folgte privater Unterricht bei Jakob Hefti und Georg Schreckenberger und Studien bei David W. Johnson an der Musikhochschule Lugano. Dazu besuchte er Meisterkurse bei Prof. Michael Hoeltzel, Xiao-Ming Han, Will Sanders und Ralf Springmann.
Aufgewachsen im Kanton Aargau war es immer sein Wunsch, dem damaligen Aargauer Symphonie Orchester als Hornist angehören zu dürfen, in dem schon sein erster Hornlehrer Matthias Pfister als Solohornist gespielt hat. Seit 2007 spielt Thomas Zimmermann nun als festes Mitglied in der Horngruppe des heutigen argovia philharmonic. Als Zuzüger spielt er zudem in vielen Orchestern der Schweiz und geniesst Einsätze in Kammermusik-Formationen. Der Instrumentalunterricht im Fach Horn an diversen Musikschulen sowie an verschiedenen Kantonsschulen runden seine Arbeit rund um das Waldhorn ab.
Was sagst du jemandem der sagt, die Klassik sei veraltet und steif?
So viele Menschen gehen gerne ins Kino und hören so oft grossartige Filmmusik, die genauso in den grossen sinfonischen Werken der Romantik vorkommen könnten. Genau darum ist die Klassik als weiter Begriff der Musik nie veraltet. Zudem werden auch immer wieder neue Orchesterwerke komponiert. Ein guter Musiker oder Dirigent schafft es zu allem hin auch immer wieder, ein altes Werk neu erklingen zu lassen.
Gibt es ein Werk, dass du noch nie gespielt hast und unbedingt einmal spielen möchtest?
Ich liebe die Sinfonien von Anton Bruckner. Bis anhin hatte ich die Möglichkeit, Bruckners 7. Sinfonie zu spielen. Gerne würde ich im argovia philharmonic wieder einmal einen anständigen Bruckner blasen, z. B. die 4. Sinfonie, die sogenannte «Romantische».
Wann und wo kamst du als erstes mit argovia philharmonic in Berührung?
Ich durfte vor langer Zeit einer Hauptprobe des damaligen Aargauer Symphonie Orchesters, zusammen mit Herrn Pfister (meinem damaligen Hornlehrer), direkt neben der Horngruppe sitzend, beiwohnen und traf dort, in der Kirche Villmergen, auch den wunderbaren Trompeter Maurice André.
Was magst du am meisten daran, Musiker zu sein?
Momente echten Glücks empfinde ich dann, wenn ich in einem tollen Orchester spielend einem sinfonisches Schluss entgegen blasen darf, mitten im Klang und inmitten wunderbarer Musikerinnen und Musiker.
