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1. Violine

Erni-Ammann Sari

Sari Erni-Ammann wurde in Zug geboren. Mit fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht an der Musikschule der Stadt Zug. Nach der Matura und nach erfolgreichen Wettbewerben studierte sie bei Christine Ragaz in Biel, wo sie mit dem Lehrdiplom abschloss. Sie führte ihre Studien weiter an der Guildhall School of Music and Drama in London, wo sie den Master in Music Performance in Violine (Detlef Hahn) und Viola (Timothy Boulton) erlangte. Darauf folgte das Konzertdiplomstudium bei Professor Detlef Hahn an der Hochschule für Musik in Bern, welches sie mit Auszeichnung abschloss. Sie besuchte Meisterkurse beim Alban Berg Quartett, beim Florestan Trio und bei James Boyd. Im Jahr 2000 erhielt Sari Erni-Ammann einen Zuger Kulturförderpreis. Sie ist Mitglied der Camerata Schweiz, Stimmführerin der Zuger Sinfonietta und Zuzügerin im Orchestre de la Suisse Romande. Kammermusik in verschiedenen Formationen rundet ihre Tätigkeit ab. Sari Erni-Ammann wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Neuenkirch. Sie unterrichtet Violine und Viola an der Musikschule der Stadt Zug und spielt seit der Saison 2002/03 im argovia philharmonic 1. Violine.

Was entgegnest du jemandem der sagt, die Klassik sei veraltet und steif?
Alte Musik hat längst bewiesen, dass sie viele hundert Jahre überdauern kann. Ein klassisches Konzert kann sehr wohltuend sein für die Seele, gerade in unsicheren Zeiten. In unseren Programm finden sich aber immer auch neue Werke, wie zum Beispiel die Auftragskomposition «Argovia. Symphony Nr. 5» von Daniel Schnyder oder auch Crossover-Projekte, u. a. mit Annakin.

Gibt es ein Werk, dass du unbedingt einmal spielen möchtest?
Ich würde gerne wieder mal «Le Sacre du Printemps» von Strawinski spielen, weil ich das Werk sehr toll finde und weil ich mich gerne an frühere Aufführungen in meiner Studienzeit in London erinnere.

Wann und wo bist du das erste Mal mit argovia philharmonic in Berührung gekommen?
Vom Aargauer Symphonie Orchester hörte ich zum ersten Mal als Kantischülerin, als meine ältere Schwester als Schlagzeugerin mitwirken durfte.

Was magst du am meisten daran, Musikerin zu sein?
Mit Hingabe, Flexibilität und Vertrauen die Musik im Moment des Konzerts entstehen zu lassen, finde ich faszinierend. Ein Konzert ermöglicht den Zuhörern ein gemeinsames Erlebnis und fördert soziale Kontakte. Dieses Gefühl der Verbundenheit erachte ich als essentiell für ein gutes Leben.