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2. Violine

Lazarczyk Agata

Agata Lazarczyk wurde 1992 in Kraków (Polen) geboren. Ihr Violinstudium absolvierte sie unter Jan Stanienda und Francesco de Angelis in Warschau und Lausanne. Zusätzlich schloss sie einen Master Specialized Performance Solist in Zürich unter Ilya Gringolts ab.

Agata ist in der Schweiz und Europa als Solistin und Kammermusikerin tätig. Über viele Jahre war sie Mitglied renommierter Jugendorchester wie dem Verbier Festival Orchestra und dem Lucerne Festival Academy Orchestra (auch als Konzertmeisterin). Sie hat auch mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Opernhaus Zürich, dem Zürcher Kammerorchester, dem Musikkollegium Winterthur, dem Sinfonieorchester St. Gallen, den Bühnen Bern und den Festival Strings Lucerne zusammengearbeitet.

Ihre Interessen reichen vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Sie arbeitet regelmässig mit Ensembles wie dem Corund Ensemble, CHAARTS Chamber Artists, Collegium Novum Zürich und Orchestra La Scintilla. Agata spielt auch oft die traditionelle historische Barockvioline. Agata ist auch als Lehrerin tätig, insbesondere im Bereich Kammer- und Orchestermusik.

Seit 2017 ist sie Mitglied des renommierten Zürcher Carmina Quartetts. Die Formation tritt regelmässig in der Schweiz und im Ausland auf und hat 2022 im SRF-Studio eine CD mit Klavierquintetten von Hans Huber aufgenommen.

Seit 2019 Agata ist Stimmführerin der 2. Geigen beim argovia philharmonic und seit 2022 verstärkt sie die erste Geigengruppe des Luzerner Sinfonieorchesters.
Agata spielt eine Geige von Giovanni Battista Grancino aus dem Jahr 1690.

Warum bist du Musikerin geworden?
Musikerin zu sein, war für mich ganz natürlich, ja sogar selbstverständlich – in meinem Elternhaus spielte jeder ein Instrument, und meine Eltern waren von Beruf Musiker. Ich beschloss jedoch, mich von meiner Familie abzuheben, und wählte als Einzige die Geige.

Was nervt dich an deinem Musikerinnen-Dasein?
Was mich am meisten ärgert, ist, wenn sich interessante Musikprojekte mit Terminen überschneiden und man etwas aufgeben muss. Die Arbeit eines Musikers ist sehr unregelmässig, und interessante Konzerte werden gerne für ähnliche Zeiträume im Jahr programmiert. Die Kunst des richtigen Planens, Kombinierens und manchmal fast Vorhersagens der Zukunft kann sehr anstrengend sein!

Warum ist Musikunterricht wichtig und wie hat er dich geprägt?
Der Musikunterricht hat mir nicht nur das Erlernen eines Instruments ermöglicht, sondern mir auch die Augen und die Seele für das Verständnis aller Arten von Kunst geöffnet. Ich habe gelernt, die Schönheit in vielen anderen Bereichen zu sehen, auch im täglichen Leben. Die Welt kann jeden Tag so viel schöner sein, wenn unsere Augen in der Lage sind, ihre Einzigartigkeit und Schönheit zu erkennen.

Worin liegt für dich die grösste Herausforderung als Musikerin?
Ich denke, die grösste Herausforderung für jeden Musiker ist die ständige Leidenschaft beim Spielen. Ich möchte, dass jede Aufführung eines Stücks (auch wenn ich es zum hundertsten Mal spiele) auf ihre eigene Art und Weise ein einzigartiges und persönliches Erlebnis ist, sowohl für mich als auch für den Zuhörer.